Was ist ein Lungenemphysem?

Lungenemphysem - Überblähung der Lunge

Beim Lungenemphysem führen entzündliche Prozesse in der Lunge zu einer fortschreitenden Veränderung des Lungengewebes. Dabei kommt es zum Phänomen einer überblähten Lunge und zu den Symptomen Husten und Atemnot.

Lungenemphysem Die menschliche Lunge verzweigt sich von den größeren Atemwegen, den Bronchien, bis hin zu den Lungenbläschen, die für den Gasaustausch zuständig sind.

Bronchialsystem und Lungenbläschen

Die menschliche Lunge besteht aus einem weit verzweigten System aus größeren und kleineren Atemwegen (Bronchien). Beim Einatmen gelangt Sauerstoff über die Luftröhre und das Bronchialsystem in die Blutgefäße. Beim Ausatmen wird Kohlendioxid hinausbefördert. Die Lunge ist also für den Gasaustausch zuständig.

Ein Emphysem betrifft hauptsächlich die Lungenbläschen (Alveolen). Dabei handelt es sich um feingliedrige Sauerstoffblasen, die rebenartig die kleinsten Verzweigungen des Bronchialsystems umgeben. Die dünnen Wände dieser Lungenbläschen, von denen jeder Mensch etwa 300 Millionen besitzt, sind über das Kapillarsystem direkt mit den Blutgefäßen verbunden und speisen den Sauerstoff in die Blutbahn ein.

Ursachen des Lungenemphysems

Beim Lungenemphysem wird der Gasaustausch in den Lungenbläschen von eindringenden Schadstoffen erheblich gestört. Beim Rauchen beispielsweise gelangen giftige Substanzen direkt in die Atemwege, die das empfindliche System der Alveolen dauerhaft beschädigen.

Weitere Faktoren, die an der Entstehung eines Lungenemphysems beteiligt sein können, sind:

  • häufige Atemwegsinfektionen
  • eine insgesamt hohe Schadstoffbelastung (z.B. am Arbeitsplatz)
  • eine genetische Vorbelastung (z.B. beim panlobulären Emphysem)

Der bei weitem größte Teil der Patienten ist über 50 Jahre alt und hat eine langjährige Rauchvergangenheit. Ein Lungenemphysem entsteht daher meist als Folge von übermäßigem Zigarettenkonsum im Verlauf einer chronisch-obstruktiven Bronchitis und wird dem Krankheitsbild der COPD zugeordnet.

> Ursachen des Lungenemphysems

Entstehung eines Emphysems

Für das Entstehen eines Lungenemphysems sind vor allem entzündliche Prozesse in der Lunge verantwortlich, die das Lungengewebe beschädigen. In der Folge kommt es einerseits zur Überblähung der Lunge und andererseits zur Zerstörung von Teilen der Lungenbläschen.

Typisch für das Lungenemphysem bei COPD (zentrilobuläres Lungenemphysem) ist die Bildung von sogenannten Emphysemblasen. Diese bilden sich, wenn sich die dünnen Wände der Lungenbläschen auflösen, so dass mehrere Bläschen zu einer größeren Blase verschmelzen. Die Folge ist ein sogenanntes bullöses Lungenemphysem, bei dem sich Blasen mit einem Durchmesser von mind. 1 cm bilden.

Für den Gasaustausch sind diese Emphysemblasen schädlich: Einerseits verkleinern sie die Gesamtoberfläche gesunder Lungenbläschen, so dass weniger Sauerstoff in das Blut gelangt. Andererseits vergrößern sie das Lungenvolumen, weil sich Luft in den Blasen sammelt, die nicht mehr vollständig abgeatmet werden kann. Es kommt zum Phänomen einer überblähten Lunge.

> Entstehung des Lungenemphysems

Symptome des Lungenemphysems

  • Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe
  • hartnäckiger Husten mit Auswurf (vor allem morgens)
  • häufige Infektionen der Atemwege

> Symptome des Lungenemphysems

Therapie

Die beim Lungenemphysem fortschreitende Zerstörung der Lungenbläschen ist irreversibel, d.h. eine Heilung ist nicht mehr möglich. Dennoch kann die Therapie des Lungenemphysems die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern.

Aufgabe der Therapie ist daher vorrangig die Behandlung der Symptome:

  • Erster Schritt ist eine Rauchentwöhnung, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist.
  • Sport und Physiotherapie, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst, ist ein weiterer Baustein der Therapie.
  • Im fortgeschrittenen Stadium ist für viele Patienten die Gabe von Sauerstoff ein geeignetes Mittel, um die Lebenserwartung zu erhöhen und Atemnot zu lindern.
  • Für Emphysempatienten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, kommt eine Lungenvolumenreduktion in Frage.

Lungenemphysem Therapie

Lungenemphysem - Therapie

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