Lungenemphysem - Ursachen und Entstehung

Die bei weitem häufigste Ursache für das Lungenemphysem ist das Rauchen. Dennoch gibt es weitere Umstände, welche die Entstehung eines Emphysems begünstigen oder verursachen können.

Lungenemphysem-Ursachen Rauchen verursacht einen Abbau von Lungengewebe und eine nachhaltige Verengung der Atemwege. Langfristig führt das zu einer Überblähung der Lunge - es entsteht ein Lungenemphysem.

Was passiert in der Lunge?

Bei allen Formen des Lungenemphysems liegt eine Störung des Enzymhaushaltes der Lunge vor. Dieser Enzymhaushalt baut im gesunden Zustand auf einem Gleichgewicht von das Lungengewebe abbauenden (Proteasen) und schützenden Eiweißen (Antiproteasen) auf. Wird dieses Gleichgewicht gestört, kann das zu einem fortschreitenden Abbau von Lungengewebe führen. Dadurch wird der Gasaustausch vermindert und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt.

Zudem werden beim Lungenemphysem während des Ausatmens Teile des Bronchialsystems zusammengedrückt, was eine Obstruktion, also eine Verengung der Bronchien verursacht: Die eingeatmete Luft kann dann nicht mehr vollständig abgeatmet werden und sammelt sich in den von der Obstruktion betroffenen Bereichen. Eine Überblähung der Lunge ist die Folge.

Ursachen des Lungenemphysems

Eine Störung des Enzymhaushaltes der Lunge kann von mehreren Faktoren ausgelöst werden. Gelangen z.B. vermehrt Schadstoffe in die Lunge, sind davon auch die empfindlichen Strukturen der kleinen und kleinsten Atemwege betroffen. Die Gefahr eines Lungenemphysems steigt.

Bei den Schadstoffen kann es sich um Zigarettenrauch, aber auch um andere belastende Substanzen handeln wie sie in Abgasen, Feuerrauch und Feinstäuben enthalten sind. Auch häufige Infektionen der unteren Atemwege wie bei einer chronischen Bronchitis begünstigen die Entstehung eines Lungenemphysems. Im Unterschied zu den bisher genannten Ursachen gibt es auch einen erblich bedingten Enzymmangel sowie ein altersbedingtes Lungenemphysem.

Formen des Lungenemphysems

Grundsätzlich kann man 3 Formen des Lungenemphysems unterscheiden:

1. Zentrilobuläres Lungenemphysem

Der erste, bei weitem häufigste Typ ist das Lungenemphysem bei COPD, das in der Medizin als zentrilobuläres Lungenemphysem bezeichnet wird. Es betrifft hauptsächlich den oberen Bereich der Lunge. Schadstoffe, wie sie vor allem beim Rauchen in die Lunge gelangen, beschädigen hier die dünnen Trennwände der Lungenbläschen. Dabei bilden sich größere Emphysemblasen, was zu einem bullösen Lungenemphysem führen kann. Dabei nimmt die für den Gasaustausch verfügbare Fläche ab, das Lungenvolumen nimmt jedoch zu. Die Folge: Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt.

Schätzungen zufolge haben 10% der Bevölkerung eine COPD, davon bildet etwa ein Drittel ein zentrilobuläres Lungenemphysem aus. Ursache ist in 9 von 10 Fällen das Rauchen.

2. Panlobuläres Lungenemphysem

Eine meist genetisch bedingte Form des Lungenemphysems wird in der Medizin als panlobuläres Lungenemphysem bezeichnet. Es betrifft eher den unteren Bereich der Lunge und entsteht in der Vielzahl der Fälle aufgrund eines angeborenen Eiweißmangels.

Der Körper der Betroffenen stellt zu wenig von einem bestimmten Protein her, der Antiprotease Alpha-1-Antitrypsin, das entzündetes Lungengewebe schützt. Dieser Mangel bewirkt einen zunehmenden Abbau von Lungengewebe und eine verminderte Sauerstoffversorgung des Körpers. Auch hier besteht die Gefahr eines bullösen Lungenemphysems, bei dem große Emphysemblasen die noch gesunden Teile der Lunge zusehends komprimieren.

3. Altersemphysem

Das Altersemphysem ist eine natürliche Alterserscheinung, bei der die Lunge an Elastizität verliert. Es wird nicht als Krankheit eingestuft, bildet keine Symptome aus und muss daher nicht behandelt werden. 

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